Landbrot {Sauerteig / Roggen / Leinsamen / Chiasamen / Fenchel}*

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Wenn der Lieblingsmensch dir eine Cloche schenkt und du gerne backst, dann muss es neben Kuchen irgendwann auch ein Brot sein! Nachdem ich lange experimentiert habe und inzwischen auch einen eigenen Sauerteig habe, kommt hier nun das erste Rezept. Inspiriert ist es von den “Wild Backers” und gebacken in einer Cloche von Emile Henry. Allerdings könnt ihr das Brot auch ohne Cloche backen, ein Gärkörbchen wäre jedoch hilfreich. Seid ihr bereit? Dann freue ich mich riesig euch nun das erste Brot by ZeitfürKuchen präsentieren zu dürfen. 

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Zutaten für den Vorteig 

Zutaten für das Quellstück

  • 40g Sonnenblumenkerne
  • 40g Leinsamen
  • 20g Chiasamen
  • 130g handwarmes Wasser

Zutaten für den Hauptteig

  • 300g Weizenmehl (Typ 550) 
  • 140g  Roggenvollkornmehl
  • 5g Brotgewürz
  • 40g Margerquark
  • 12g Salz
  • 10g frische Hefe
  • 160-180g handwarmes Wasser

Zubereitung

Das Roggenmehl mit dem Anstellgut und dem Wasser in einem sauberen Gefäß vermengen und bei Zimmertemperatur für ca. 12 Stunden ruhen lassen. Für das Quellstück alle Zutaten verrühren und ebenfalls ca. 12 Stunden ruhen lassen.

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Für den Hauptteig alle Zutaten in die Schüssel einer Küchenmaschine geben. Das Wasser kommt zum Schluss und sollte nicht sofort vollständig, sondern nach und nach zu den übrigen Zutaten gegeben werden. Bei 160g Wasser würde ich die Küchenmaschine in Gang setzen und den Teig beobachten. Verschiedene Mehle nehmen Wasser Unterschiede auf, so dass die Menge variieren kann. Der Teig sollte fest sein, so dass man den Eindruck hat es würde Wasser fehlen, das gibt sich aber normalerweise je länger man rührt. Insgesamt wird der Teig für ca. 8 Minuten bei geringer Geschwindigkeit in der Küchenmaschine geknetet.

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Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 3 Stunden ruhen lassen. Anschließend wird er auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund gearbeitet. Dabei den Teig rund herum zur Mitte einschlagen, so dass auf einer Seite eine straffe Kugel entsteht. Mit der gefalteten Seite nach unten in einen bemehlten Gärkorb setzen und für eine weitere Stunde gehen lassen. Wenn die Zeit abgelaufen ist den Ofen auf 260°C Ober-Unter-Hitze vorheizen. Den Teig auf den Boden einer Cloche stürzen und abgedeckt stehen lassen bis der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht hat. Das Brot in den heißen Ofen schieben und für 10 Minuten backen. Ohne Cloche ein Backblech unter dem Rost im Ofen heiß werden lassen und ca. 100ml Wasser auf das Blech geben, damit sich Wasserdampf bildet. Die Ofentür rasch schließen, damit der Dampf nicht sofort wieder entweiche kann. Nach 10 Minuten die Temperatuf auf 220°C Ober-Unter-Hitze reduzieren und mit der Cloche in 50 Minuten fertig backen. 

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Das Brot muss hohl klingen wenn man darauf klopft. Auf einem Kuchengitter sollte es vollständig erkalten, aber auch lauwarm nur mit Butter und Salz schmeckt das frische Brot ganz hervorragend. Belegt es nach Herzenslust und lasst es euch schmecken. Ich wünsche dir viel Freude mit dem Rezept und eine gute (Brot-)Zeit.  

Deine Tine

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Stutenkerle {Hefe / Orange / Schokolade}*


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Seit einigen Wochen schon baumelt die fertig gebastelte Laterne vom Kuchenkind an der Decke im Kindergarten. Das ist ein klares Zeichen, dass es nicht mehr lange dauert, bis der Martinsumzug samt Feuer anstehtk. Hier in Südhessen gibt es Martinsgänse zum Umzug, ein Hefegebäck in Form einer Gans. In meiner Heimat sind es die Weckmänner oder Stutenkerle, wie sie auch genannt werden. Die Anleitung der wunderbaren Daniela von Klitzeklein hat mich zu einem Backevent mit dem Kuchenkind inspiriert. Das Rezept ist leicht abgewandelt, aber die Anleitung haben ich befolgt. Also, ran an den Hefeteig und die süßen Kerle! 

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Zutaten für den Hefeteig

  • 500g Mehl
  • 3/4 Würfel frische Hefe
  • 250ml Milch
  • 50g Zucker
  • 2 El Rapsöl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • Abrieb von einer Bio-Orange

Zutaten für die Vollendung  

  • 1 Eigelb
  • 1 El Milch
  • Schokotropfen oder Schokokugeln

Zubereitung

Für den Hefeteig die Milch erwärmen und die Hälfte des Zuckers sowie die Hefe hinzufügen. Die Milch hat die optimale Temperatur, wenn sie mehr als Handwarm ist, aber noch nicht richtig heiß. Die Hefemischung vorsichtig umrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Die Hefemilch einen Moment abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen, bis die Hefe Blasen wirft.

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Mehl, Salz und verbleibenden Zucker mischen und zusammen mit der Hefe-Milch mit Hilfe der Knetharken von Küchenmaschine oder Handmixer kurz vermischen. Ei und Rapsöl zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.

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Den Teig im leicht warmen Backofen (max. 50°C) ca. 45 Minuten gehen lassen. Wenn ihr den Teig weiter verarbeitet sollte er sein Volumen mindestens verdoppelt haben. Den Hefeteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und zu einer faustdicken Rolle formen. Diese in 10-12 gleiche Portionen teilen und aus jedem Teigstück eine Kugel formen. Die Kugeln auf einer bemehlten Unterlage oval ausrollen und nach der Anleitung von Daniela zu Stutenkerlen formen. 

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Die Stutenkerle auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 175°C Ober-Unter-Hitze vorheizen. Eigelb und Milch vermischen, die Kerle damit einstreichen und mit den Schokokugeln dekorieren, wobei die Schokolade einmal feste in den Teig gedrückt werden sollte. 

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Die Stutenkerle ca. 15 Minuten oder bis sie goldbraun sind backen. Aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen und lauwarm servieren. Was gibt es besseres für einen gelungenen Start in einen neuen Tag oder zur Stärkung für zwischendurch?! Mit einer Schleife verziert sind sie nicht nur ein hübsches Mitbringsel sondern zieren auch jeden Frühstückstisch.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine

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Pflaumen-Zopf {Pflaumenmus / Hefe / Zimt / Zucker}

 

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Gerade jetzt, zum Ende der Zwetschgenzeit sind die Früchte ideal um daraus Pflaumenmus herzustellen. Nur mit Zucker gemischt sollten die Früchte über Nacht Saft ziehen und kochen anschließend auf ganz kleiner Flamme sieben Stunden. Das ist ziemlich langwierig, lohnt sich aber auf jeden Fall! Ein kleines Glas davon habe ich für diesen großartigen Zopf verwendet. Natürlich lässt sich das Rezept auch ganz prima mit gekauftem Pflaumenmus herstellen. Der Zopf schmeckt großartig zum Frühstück, zum Kaffeestündchen oder mal zwischendurch! 

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Zutaten für den Hefeteig

Zutaten für den Belag

  • 200g Pflaumenmus
  • 1 Eigelb
  • 1 El Milch
  • 2 Tl Zimtzucker

Zubereitung

Den Hefeteig nach dem Basisrezept zubereiten und auf der bemehlten Arbeitsfläche oder einer Silikon-Backmatte in der Größe eines Backbleches ausrollen. Den Teig mit Pflaumenmus bestreichen, aber an einer schmalen Seite einen 3cm großen Rand frei lassen. Den Hefeteig von der schmalen Seite, die vollständig mit Pflaumenmus bestrichen ist, aufrollen. Die Rolle der Länge nach in zwei Stränge teilen, dabei einen Zentimeter vom Rand beginnen, damit sie an einem Ende verbunden bleiben. Die Stränge nun ineinander verschlingen und dabei jeden Strang in sich drehen (zwirbeln). Die Enden unterschlagen und in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform legen.

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Den Zopf mit einem sauberen Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur nochmals ca. 30 - 40 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 175°C Ober-Unter-Hitze vorheizen.

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Das Eigelb mit der Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Mit Zimtzucker bestreuen und für ca. 25 Minuten backen. Den Zopf für einen Moment in der Form auskühlen lassen und anschließend aus der Form holen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Pur und noch leicht warm ist der Zopf großartig, aber auch kalt schmeckt er wunderbar! Habt viel Freude mit dem Rezept und eine gute (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine

Apfel-Zimt-Scones {Apfel / Zimt / Butter / Zucker}

 

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Scones sind ein typisch englisches Teegebäck, das an etwas festere Hefebrötchen erinnert. Habt ihr sie schon mal gegessen? Mit “clotted cream” und Marmelade sind sie gerade zu dieser Jahreszeit wunderbar zum Frühstück oder Kaffeestündchen. Eigentlich werden sie plain hergestellt, aber auch mit Äpfeln und einer leichten Zimtnote sind sie wunderbar. Unser selbst gemachter Quittengelee ist das Tüpfelchen auf dem “i”! Das Beste aber ist, sie sind kinderleicht und ganz schön fix hergestellt. Das Schälen, Entkernen und Schneiden der Äpfel nimmt heute die meiste Zeit in Anspruch. 

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Zutaten für die Scones

  • 320g Mehl
  • 4 Tl Backpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 2 El Zucker
  • 2 Tl Zimt
  • 100g Butter 
  • 1 Ei
  • 150g Joghurt
  • 1 großer Apfel
  • 1 Eigelb
  • 1 El Milch

Zubereitung

Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen. Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und Zimt vermischen. Die Butter hinzufügen und mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse verarbeiten, bis eine sandähnliche Konsistenz erreicht ist. Das Ei mit dem Joghurt verquirlen und mit den Fingern oder einer Gummizunge unter die Mehlmischung arbeiten.

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Den Apfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Die Spalten nochmals in kleine Stücke schneiden und unter den Teig mischen. Der Teig ist insgesamt recht feucht, das stört aber nicht weiter. Er wird auf eine bemehlte Arbeitsfläche gegeben und die Oberfläche wird ebenfalls mit Mehl bestäubt. Den Teig 1,5 - 2cm platt drücken und mit einem Glas einzelne Scones ausstechen. Die Scones mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Eigelb und Milch verquirlen und die Oberfläche der Scones damit bestreichen.

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Die Scones für ca. 10-15 Minuten, bis sie goldbraun sind backen und auf einem Kuchengitter etwas auskühlen lassen. Lauwarm schmecken sie besonders gut, egal ob pur, mit Butter, Frischkäse, Marmelade oder Honig. In einer luftdicht verschlossen Dose halten sie mir ca. 3-4 Tage. Lasst sie euch schmecken und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine