Pavlova {Baiser / Vanille / Quark / Beeren / Grenadine}

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Baisers sind für mich eine absolute Kindheitserinnerung. (Viel zu) süß, knusprig und zartschmelzend zugleich. Wenn ich meine Augen schließe umgibt mich ein wohliges Gefühl von Leichtigkeit und Geborgenheit. Warum das so ist weiß ich selbst nicht genau. Weil sie aber unfassbar süß sind, habe ich sie vor vielen Jahren aus den Augen verloren und erst kürzlich wiederentdeckt. Heute mag ich Baisers am Liebsten mit Begleitern, die die Süße "bändigen" und ihr säuerliche und fruchtige Aromen entgegensetzen. Zwar gehört auf den Baiser im Originalrezpt für Pavlova's Sahne und auch die Briten schwören beim Eaton Mess auf sahnige Begleiter, aber ich finde das braucht es nicht. 

Darum toppe ich meine Pavlova's in diesem wunderbaren Rezept mit eine Joghurt-Quarkcreme die ganz ohne Zucker auskommt. Darauf kommt frisches Obst und ein wenig Krokant oder geröstete, gehackte Kerne. Wer mag verziert alles mit etwas Grenadine was hübsch ausschaut, geschmacklich aber nicht notwendig ist. Lasst euch verzaubern von dieser ausgewogenen, knackigen und herrlich fruchtigen Schönheit. Nicht nur für den kurzentschlossenen Besuch sind sie ideal sondern auch für den spontanen Appetit auf etwas Süßes. 

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Zutaten für den Baiser

  • 160g Zucker
  • Eiweiß von drei großen Eiern oder 108g Eiweiß z.B.: Pumperlgsund
  • 1 Prise Salz

Zutaten für das Topping

  • 250g Margerquark
  • 250g Naturjoghurt
  • 250g Beeren je nach Saison
  • geröstet und gehackte Kerne oder Krokant

Zubereitung

Den Backofen auf 90C Umluft vorheizen. Das Eiweiß mit der Prise Salz in der Küchenmaschine steif schlagen. Sobald es Blasen hat und weißlich wird den Zucker einrieseln lassen und ca. 12 Minuten auf höchster Stufe zu festem Schnee schlagen. Aus dem Baiser mit Hilfe eines Löffels 6 Böden auf einem Backblech formen. Der Rand sollte jeweils etwas höher sein und die Böden jeweils eine Vertiefung in der Mitte haben. Für 90-120 Minuten im Ofen trocknen lassen. Die Pavlova's sollten nicht braun werden. 

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Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Quark und Joghurt glatt rühren und auf die Baiserböden geben. Die Beeren waschen und verlesen, evtl. klein schneiden. Auf der Quarkcreme dekorieren und mit Kernen bestreuen. Wer mag verziert die Pavlova's mit einigen Tropfen Grenadine.

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Baiser lässt sich gut auf Vorrat zubereiten und bleibt in einem luftdichten und geschlossenen Gefäß einige Tage und Wochen haltbar. 

Habt viel Freude mit diesem Rezept und hoffentlich wunderbare Kindheitserinnerungen. Ich wünsche euch eine gute (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

 

Rhabarber-Schoko-Tarte {Rhabarber / Schokolade / Vanille / Sahne}

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Rhabarber steht momentan sehr hoch im Kurs bei uns. Die Zeiten in denen Rhabarber für mich einfach nur sauer war sind lange vorbei. Ich bin absolut begeistert wie schön Rhabarberstangen ausschauen, wenn man sie mit rotem Sirup bestreicht und im Backofen wenigen Minuten gart. Sie behalten ihre struktur, schauen appetitlich rot aus - auch wenn sie zuvor eigenltich grün waren - und machen sich wunderbar als Dekoration und Gechmackskomponente. Die Kombination aus kunsprigem Boden, sahnig süßer Schokomousse und säuerlichem Rhabearber ist der Knaller.

Das Rezept für den Mürbeteig stammt natürlich wieder von der wundervolle Peggy Porschen.

Zutaten für den Mürbeteig

  • 400g Mehl Typ 405
  • 200g feiner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 200g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl abgeriebene Zitronenschale
  • z.B.: Kichererbsen oder andere getrocknete Bohnen zum Blindbacken

Zutaten für die Schoko-Mousse

  • 145g Milch
  • 1 Tl Vanille
  • 1 Eigelb
  • 20g Zucker
  • 50g weiße Kuvertüre
  • 3 Blatt Gelatine
  • 150g Schlagsahne

Zutaten für die Rhabarberschicht

  • 5 Stangen Rhabarber
  • 2-3 El roter Sirup (z.B.: Grenadine)
  • 50ml roter Sirup
  • Agar-Agar

Zubereitung

Für die Tarte verwende ich meine rechteckige Tarteform von 11x35cm und lege den Boden der Form mit Backpapier aus. Für den Mürbeteig die Butter schmelzen und zusammen mit dem Zucker und dem Ei verrühren. Mehl, Salz und Zitronenabrieb in einer separaten Schüssel vermischen. Die feuchten und die trockenen Zutaten nun rasch vermengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Das klappt sehr gut mit einem Teigschaber und anschließend mit den Händen. Den Teig in Folie gewickelt für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Für die Tarte verwende ich später nur die Hälfte des Teiges. Aus dem Rest backen wir meist Kekse, die das Kuchenkind heiß und innig liebt. Alternativ bereitet ihr nur die Hälfte des oben beschriebenen Rezeptes zu.

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Den Rhabarber waschen, schälen und in 11 cm lange Stücke schneiden und nochmals der Länge nach halbieren. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Grenadine bepinseln. Für ca. 10 Minuten bei 170°C Umluft im Ofen garen. 

Während der Rhabarber im Ofen ist, die Tartform mit der Hälfe des Teiges sorgfältig auslegen und mit Backpapier und den getrockneten Hülsenfürchten belegen. Bei 160°C ca. 15 Minuten im Ofen backen. Die Tart heraus nehmen, die Erbsen und das Backpapier vorsichtig entfernen und die Tarte solange weiter backen bis sie goldgelb und knusprig ist. Die Tarte vollständig auskühlen lassen.

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Für die Füllung die Sahne steif schlagen und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, die Kuvertüre hacken und in einer mittelgroßen Schüssel bereit stellen. Eigelb, Vanille und Zucker schaumig rühren. Die Milch aufkochen und heiß unter die Eigelmasse rühren. die Mischung zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren anziehen lassen. Die Milch sollte ein klein wenig andicken und sämig über den Kochlöffel laufen.

Die heiße milch durch ein Sieb auf die Schokolade gießen und kurz stehen lassen. Die Gelatine ausdrücken und zu der Schoko-Milch geben und alles zu einer glatten Masse verrühren. Solange in den Kühlschrank stellen bis die Creme zu gelieren beginnt. Dann die Sahne vorsichtig unterheben und auf dem Boden verteilen. Die Creme mindestens eine halbe bis eine Stunde im Kühlschrank festwerden lassen, bevor der Rhabarber drauf kommt.

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AgarAgar nach Packungsanweisung mit 50ml Sirup und 50ml Wasser aufkochen und die Tarte damit glasieren. Sie schmeckt frisch ganz köstlich aber hält sich auch wunderbar wenige Tage im Kühlschrank. Die Tarte sollte mindestens 3 Stunden kalt stehen um vollständig fest zu werden.

Ich wünsche euch eine köstliche Rhabarberzeit! Lasst euch inspieiren und genießt diese wunderbare Kombination aus sauer und süß.

Eure Tine

 

Kokos-Himbeer-Törtchen {Himbeere / Kokosflocken / Sahne / Schokolade}

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Ob zum Muttertag oder einfach nur so, diese fruchtig exotischen Himbeertörtchen sind der Hingucker auf jeder Kaffeetafel und schmecken einfach wunderbar. Unter der Spiegelglasur verbirgt sich eine luftige Kokos-Mousse mit einem Kern aus fruchtigem Himbeermark. Ein exotischer Kokos-Biskuit und eine schokoladig Knusperschicht runden das Törtchen ab. Seid ihr bereit für die Tropen und Frühling pur?

Ich habe im Supermarkt meines Vertrauens die neuen Spiegelglasuren von Küchle entdeckt und (von meinem eigenen Geld) gekauft. Sie sind toll; lassen sich unkompliziert herstellen und wunderbar verarbeiten. Alternativ könnt ihr die Glasur aber auch selbst herstellen, das Rezept gibt's bereits im Archiv und ich verlinke es euch unten. 

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Zutaten für den Biskuit

  • 2 Eier
  • 50g Zucker
  • 40ml Kokosmilch
  • 40g Mehl
  • 30g Speisestärke
  • 20g Kokosmehl
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Knusperschicht

  • 100g weiße Schokolade
  • 30g Kornflakes
  • 50g Kokosflocken

Zutaten für das Himbeermark

  • 200g Himbeeren
  • 25g Zucker
  • 1 Blatt Gelatine 

Zutaten für die Kokosmouse

  • 220ml Kokoscreme (Milch aus der Dose inkl. der festen Creme)
  • 2 Eigelb
  • 40g Zucker
  • 4 Blatt Gelatine
  • 250g Schlagsahne

Zutaten für die Glasur und die Deko

  • 1 Päckchen Spiegelglasur (z.B. von Küchle) oder eine Portion nach diesem Rezept 
  • Einige Himbeeren

Zubereitung

Zuerst bereite ich das Himbeermark zu, denn das braucht ein bisschen Zeit um fest zu werden. Dazu die Gelatine nach Packunsanweisung einweichen. Himbeeren und Zucker in einem Topf erhitzen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Beeren vom Herd nehmen und die ausgedrückte Gelatine unterrühren. Das Mark in Silikon-Halbkugeln mit einem Durchmesser von ca. 4cm verteilen und im Kühlschrank vollständig fest werden lassen. Das dauert mind. 4 Stunden, ideal ist über Nacht.

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Für die Knusperschicht die Kokosraspeln in einer beschichteten Pfanne rösten. Die Schokolade temperieren, d.h. langsam schmelzen und die Kokosraspeln und Cornflakes untermischen. Die Masse auf Backpapier ausstreichen, so dass eine ca. 0,5cm dicke Platte entsteht und im Kühlschrank fest werden lassen. Abgedeckt kann die Knusperschokolade dort auch ein paar Tage gelagert werden. 

Für den Biskuit den Backofen auf 175°C Ober-Unter-Hitze vorheizen. Die Eier mit dem Zucker und der heißen Kokosmilch sehr luftig aufschlagen bis die Masse fast weiß aussieht. Mehle, Stärke und Salz mischen und vorsichtig unter die Eimasse heben. Den Biskuit in einer eckigen Form oder einer Springform von mind. 28cm Durchmesser ca. 15 Minuten backen. Bis zur weiteren Verwendung vollständig auskühlen lassen und beispielsweise in einem Tortenkontainer oder in Frischhaltefolie gewickelt kühl lagern. 

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Anschließend bereite ich die Kokosmousse zu. Dafür die Gelatine nach Packungsanweisung einweichen. Sahne steif schlagen und kühl stellen. Eigelb und Zucker verrühren und die Milch aufkochen. Die Milch unter ständigem rühren in einem dünnen Strahl unter die Eigelb Mixen und alles zurück in den Topf schütten. Die Eiermilch unter ständigem rühren bei mittlerer Hitze andicken lassen. Der Vorgang braucht ein wenig Geduld und einige Minuten Zeit. Die Masse vom Herd nehmen, in eine Rührschüssel umfüllen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Es sollten dabei keine Klümpchen entstehen. Die Creme in den Kühlschrank stellen und regelmäßig prüfen, ob sie geliert. Sobald das der Fall ist, die Sahne unterheben und die Törtchen aufbauen. 

Eine Silikonform mit sechs Halbkugeln von 7cm Durchmesser zu 2/3 mit der Creme füllen. Dabei die Creme auch an den Rändern verteilen, so dass das Silikon nicht mehr zu sehen ist. Je eine Halbkugel Himbeermark in die Mitte setzen und leicht fest drücken. Aus der Knusperplatte mit einem Ausstecher 6 Kreise mit 5cm Durchmesser ausstechen und auf das Himbeermark setzen. Zum Schluss aus dem Biskuit 6 Kreise á 6cm Durchmesser ausstechen und auf die Törtchen legen. Die Böden sollten möglichst Plan mit dem Rand der Formen abschließen. Ggf. überschüssige Creme entfernen, oder mit Creme auffüllen. Die Törtchen über Nacht, mindestens jedoch 6 Stunden kühl stellen.  

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Vor der Glasur sollten die Törtchen für ca. 1 Stunde tiefgefroren werden. Die Glasur nach Packungsanweisung oder dem Rezept zubereiten und auf 35C abkühlen lassen. Die Törtchen mit etwas Abstand auf ein Kuchen- oder Pralinengitter setzen und mit der Glasur überziehen. Übrige Glasur auffangen, z.B. mit einem Backblech und in einem luftdicht verschlossen Gefäß im Kühlschrank lagern. Die Glasur ist dort ca. 1 Woche haltbar. 

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Die Törtchen dekorieren und am Besten frisch servieren. Der Aufwand lohnt sich wirklich und wenn man die Schritte auf ein paar Tage verteilt dauert es nur halb so lang ;-) Lasst sie euch schmecken und habt eine köstliche (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine

 

Auf-Wiedersehen-Nikolaus {Eier / Mehl / Butter / Schokonikolaus}

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Spätestens wenn der Osterhase eingezogen ist, ist es an der Zeit die (Schoko-)Nikoläuse, Weihnachtsmänner und Wichtel zu verabschieden. Bei uns sind zwei große Nikoläuse übrig geblieben, denn niemand konnte sich überwinden ihnen den Kopf abzubeißen. Nun gut, im Kuchen und als Glasur machen sie sich auch ganz hervorragend. Ich möchte nicht ausschließen, dass sie künftig regelmäßig auf diese Art verzehrt werden.

Wenn es dann auch noch eine neue Backform einzuweihen gilt, gibt es kein Halten mehr. Gemeinsam mit dem Kuchenkind geht's den Nikoläusen an den Kragen - und jetzt ist niemand mehr zimperlich ;-) Unsere sind übrigens aus Kinderschokolade und das gibt einen herrlichen Geschmack. Ich muss zugeben, ich war zuvor etwas skeptisch, aber sowohl im Kuchen auch als Glasur war die Schokolade wunderbar. Das Rezept ist relativ einfach, so dass auch kleinere Kinder prima helfen können. 

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Zutaten für den Teig

  • 3 Eier
  • 140g Rohrohrzucker
  • 2 El Saure Sahne
  • 180g Butter  
  • 180g Mehl
  • 1Tl Backpulver
  • ein großer gehackter Schokonikolaus

Zutaten für die Glasur

  • ein großer gehackter Schokonikolaus
  • etwas Palmin
  • Zuckerstreusel

Zubereitung

Das Rezept ergibt 6 kleine Gugelhupfe (ich habe diese Form verwendet) und ein bis zwei Muffins. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und die Backform gründlich fetten und bemehlen. Dazu habe ich die From mit Hilfe eines Pinsels mit etwas geschmolzener Butter ausgestrichen und anschließend mit Mehl bestäubt. 

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Eier und Zucker in der Küchenmaschine luftig aufschlagen. Die Butter schmelzen und mit der sauren Sahne verrühren. Beides langsam zur Eiermasse geben und sorgfältig untermischen. Mehl und Backpulver mischen und unter die Creme heben. Zum Schluss die Nikolaus-Streusel unterheben und in die Formen füllen. 

Die Gugelhupfe für ca. 15 - 20 Minuten backen und nach einer kurzen Zeit aus der Form holen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. 

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Die Schokolade mit dem Palmin über einem Wasserbad schmelzen und die Hupfe damit überziehen bzw. verzieren. Die Gugelhupfe nach Geschmack mit Streuseln dekorieren. 

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Die Küchlein sind wunderbar locker, saftig und schmecken einfach großartig. Ab jetzt werden wir übriggebliebene Schokoladenvorräte immer mit diesem Rezept verwerten. Ich hoffe, ihr habt ebenso viel Freude beim Nachbacken und eine gute (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

Meerjungfrau-Torte {Fondant / Vanille / Ganache / Liebe}

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Mermaid oder Meerjungfrauen sind momentan hoch im Kurs. Zwar haben sie es noch nicht geschafft, den Hype rund um die Einhörner abzulösen, aber auch diese phantastischen Geschöpfe halten sich hartnäckig in unserem Alltag. Gebäck und Schokolade sind meist in Pastellfaben gehalten und wirken so besonders zart, unschuldig und verführen oft mit besonderem Glanz- oder Glitzereffekten. Sicherlich gelingt es den zarten Wesen einen Liebenden anzulocken der sie, wie es die Legende besagt, von ihrem Schicksal erlöst.

Ich bin mir ganz sicher, dass auch dieses zarte Wesen sein Schicksal nicht lange ertragen muss und rasch verspeist...ich meinte natürlich erlöst wird. Die Torte braucht zwar ein wenig Geduld in der Herstellung, aber das Ergebnis lohnt sich sehr! 

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Zutaten für die Böden

  • 260g Zucker (je zur 1/2 brauner und weißer Zucker)
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 2 Tl Backpulver
  • 300g Mehl

Zutaten für die Ganache

  • 250g zartbittere Schokolade
  • 250g Schlagsahne

Zutaten für die Dekoration

  • 500g Fondant
  • 2 Zahnstocher
  • Lebensmittelfarben für die Schuppen und die Flosse
  • Zuckerdekoration (z.B. von Sweetapolita)
  • Lebensmittelspray in Perlmuttoptik

Zubereitung

Zwei Tage bevor die Torte fertig gestellt wird, modelliere ich die Schwanzflosse. Sie sollte komplett trocken sein, um die notwendige Stabilität zu haben. Dazu etwa 150g des Fondants weich und geschmeidig kneten, nach Wunsch färben und auf einer geeigneten Unterlage etwas  ausrollen und modellieren. Die Zahnstocher zur Hälfte in die Unterseite der Flosse stechen, dabei darauf achten, dass sie den Fondant nicht durchstechen und nicht sichtbar sind. Mit Hilfe der Zahnstocher wird die Flosse später auf der Torte fixiert. Die Flosse bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Den verbleibenden Fondant luftdicht verpacken und zur Fertigstellung der Torte wiederverwenden.

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Einen Tag bevor ich die Torte fertigstelle backe ich den Boden und bereite das Karamell zu. Alle Zutaten für den Boden sollten zu Beginn Zimmertemperatur haben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. In der Küchenmaschine rühre ich die weiche Butter mit dem Zucker schaumig. Die Eier kommen einzeln hinzu und werden jeweils gründlich untergemischt. Die Masse sollte luftig und blass gelb sein. Die Sahne hinzugeben und das Mehl mit dem Backpulver mischen und nur ganz kurz unterrühren. Den Teig auf dem vorbereiteten Backblech glattstreichen und für ca. 20-25 Minuten im Ofen backen und auf einem Rost erkalten lassen.

Für die Ganache die gleichmäßig gehackte Schokolade in einer Schüssel bereitstellen. Die Sahne kurz erhitzten - nicht kochen - und über die Schokolade gießen. Alles für ca. 2 Minuten stehen lassen und dann vorsichtig nach und nach zu einer homogenen Masse verrühren. Die Ganache über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen.

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Am nächsten Tag die Ganache in der Mikrowelle vorsichtig erwärmen, bis sie streichfähig ist. Sie sollte eher zu weich als zu fest sein, dann lässt sie sich besser auf den Böden verteilen. Aus dem fertigen Rührkuchen mit Hilfe von Schablonen bzw. Ausstechern vier verschieden große, runde Böden ausschneiden. Für die Meerjungfrau habe ich jeweils einen Durchmesser von 15cm, 12cm, 10cm und 8cm verwendet. Den größten Boden mit etwas Creme auf einer Tortenpappe fixieren und 2 EL Ganache gleichmäßig darauf verteilen. Nacheinander die übrigen Böden auflegen und ebenfalls jeweils mit Ganache bestreichen. Die Torte hat nun die Form eines Trapezes. Die Übergänge zwischen den einzelnen Böden werden im nächsten Schritt begradigt und die Torte insgesamt nachmodelliert, bis die Form an den Schwanz einer Meerjungfrau erinnert. Nun die Torte rundherum mit einer dünnen Schicht Ganache umhüllen und diese fest werden lassen. Das klappt normalerweise bei Zimmertemperatur recht gut, ansonsten das Törtchen für einen Moment in den Kühlschrank stellen. Anschließend die Torte mit der verbleibenden Ganache umhüllen. Die Oberfläche wie auch die Seiten sollten danach möglichst glatt sein.

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Den übrigen Fondant weich und geschmeidig kneten, in mindestens drei Portionen teilen und diese nach Wunsch färben. Jede Farbe auf einer geeigneten Unterlage ausrollen und mit Hilfe der großen Öffnung einer Spritztülle Kreise ausstechen. Diese Schuppenförmig von oben nach unten auf der Torte aufbringen. Es kann hilfreich sein, den Fondant mit etwas Wasser einzupinseln, damit die einzelnen Schichten haften. Den Rand und die Oberfläche mit Zuckerperlen dekorieren und die getrocknete Schwanzflosse mit Hilfe der Zahnstocher anbringen.

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Die Torte bis 1 Stunde vor dem Verzehr im Kühlschrank lagern und anschließend genießen. Die Torte hält sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank und kann auch problemlos eingefroren werden. Wenn ihr ganz leise seid, könnt ihr bestimmt das Meeresrauschen hören. ;-)

Viel Spaß mit dem Rezept und eine gute (Kuchen-)Zeit! Eure Tine

Rhabarber-Wölkchen {Tartlet / Baiser / Quark / Rhabarber}

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Endlich ist er wieder da: Rhabarber! Pur sind wir zwar noch keine Freunde geworden, aber mit ein paar Begleitern kann ich mir den Frühling inzwischen nicht mehr ohne Rhabarber vorstellen. Diese kleinen Tartlets sind ein wunderbarer Einstieg in die Saison: knusprig süßer Boden, fruchtig herbes Rhabarber-Kompott, wahlweise mit Erdbeeren versüßt, locker sahnige Quarkcreme und süße Baisers - ich glaub ich bin auf Wolkesieben. 

Da fällt auch die Rückkehr aus dem Urlaub in den Alltag gar nicht mehr schwer! 

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Zutaten für die Tartlets

  • 200g Mehl
  • 100g feiner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 100g Butter
  • 1/2 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz

Zutaten für das Rhabarber-Kompott

  • 3-4 Stangen Rhabarber
  • 2-3 EL brauner Zucker
  • Mark von 1/2 Vanilleschote

Zutaten für die Quark-Creme

  • 200g Quark Magerstufe
  • 2 EL Reissirup
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 100ml Schlagsahne
  • 1Tl San Apart

Zutaten für das Baiser

  • 2 Eiweiß
  • 100g feiner Zucker

Zubereitung

Aus den Zutaten für den Boden rasch einen Mürbeteig zubereiten. Dazu das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, die Butter schmelzen und mit dem Zucker separat verrühren. Das halbe Ei unter die Butter rühren und alles zum Mehl schütten. Mit den Händen rasch einen glatten Teig herstellen und diesen für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und ein Tartlet-Blech für 12 Tartlets vorbereiten. Den Boden ca. 3-4mm dünn ausrollen, Kreise in der Größe der Tartlets ausstechen und die Formen damit auslegen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den übrigen Teig anderweitig verwenden. 

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Für das Kompott den Rhabarber putzen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker in einem Topf aufkochen und auf mittlerer Flamme weiterköcheln bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Das Kompott auf die Tartlet-Formen verteilen und die Tartlets für ca. 12-15 Minuten im Ofen backen. Der Rand der Formen sollte goldbraun sein. Die Tartlets zuerst in der Form und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen

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Für die Quarkcreme die Sahne steif schlagen und alle übrigen Zutaten verrühren. Die Schlagsahne unterheben und die Creme in einen Spritzbeutel füllen. Bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank lagern.

Den Backofen aus 90°C Umluft vorheizen. Die Eiweiße in der Küchenmaschine zu steifem Schnee schlagen. Den Zucker einrieseln lassen, sobald die Eiweißmasse luftig und weißlich wird. Den Schnee sehr steif schlagen, mit etwas Lebensmittelfarbe einfärben und mit einem Spritzbeutel mit Sterntülle Tupfen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Den Baiser im Backofen für ca. 2 Stunden trocknen.

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Schauen sie nicht köstlich aus, diese kleinen Schönheiten? Ich bin ganz verliebt und werde sie heute bestimmt nicht zum letzten Mal backen. Alternativ kann statt des Rhabarbers auch anderes säuerliches Obst für dieses Rezept verwendet werden. Habt eine köstliche (Kuchen-)Zeit. 

Eure Tine