Cranberry-Torte {Cranberries / Meringue / Vanille}

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Heute stelle ich euch endlich diese Schönheit vor. Die gezuckerten und getrockneten Cranberries verleihen der Torte eine schlichte Eleganz und ihr leichtes Knacken macht den Genuss zu einem besonderen Erlebnis. 

Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich kein großer Süß-Esser bin. Darum bin ich immer auf der Suche nach einem säuerlichen Gegenpol zur doch recht süßen Meringe-Buttercreme. Cranberries eignen sich dafür hervorragend. In diesem Rezept krönen sie nicht nur die Torte, sondern sich auch im Boden versteckt und verströmen dort ihr säuerlich fruchtiges Aroma. 

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Zutaten für den Boden

  • 260g Zucker (je zur Hälfte brauner und weißer Zucker)
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 2-3 El Schokoladentropfen
  • 2 Tl Backpulver
  • 300g Mehl
  • ca. 200g frische Cranberries

Zutaten für die Meringue-Buttercreme

  • 4 Eiweiß
  • 200g Zucker (feiner Backzucker ist ideal)
  • 250g Butter

Zutaten für die geeisten Cranberries

  • 1 EL Wasser
  • 1 EL frisches oder pasteurisiertes Eiweiß
  • 1 Packung frische Cranberries
  • 200 g Zucker

Zubereitung

Am Abend bevor ich das Törtchen fertigstelle, backe ich bereits den Boden. Alle Zutaten sollten zu Beginn Zimmertemperatur haben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Meine Küchenmaschine kommt heute zum Einsatz und rührt die weiche Butter mit dem Zucker schaumig. Die Eier kommen einzeln hinzu und werden jeweils gründlich untergemischt. Die Masse lasse ich lieber etwas zu lange als zu kurz rühren, dann wird der Kuchen später schön locker. Nun die Sahne hinzugeben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und nur kurz unterrühren. Die frischen Cranberries mit einem Teigschaber kurz unterheben und den Teig auf dem vorbereiteten Backblech glatt streichen. Den Kuchen für ca. 20-25 Minuten im Ofen backen und vollständig (über Nacht) auf dem Blech auskühlen lassen.

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Für die "geeisten" Cranberries die frischen Beeren waschen, das Eiweiß mit 1 EL Wasser verrühren und mit den Früchten vermischen. 2/3 des Zuckers auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und die Cranberries darin wälzen, bis sie überall mit dem Zucker bedeckt sind. Im ca. 60°C warmen Backofen ca. 2 Stunden trocknen lassen. Anschließend nochmals im verbleibenden Zucker wälzen und bei Zimmertemperatur vollständig auskühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verwenden.

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Am folgenden Tag geht es mit der Buttercreme weiter. Dazu die Eier trennen und die Eigelb anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß in der Küchenmaschine steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist – dies kann einige Minuten dauern. Nun die zimmerwarme Butter (das ist wirklich sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glatt rühren.

Aus dem Boden mit Hilfe einer Untertasse drei runde Tortenböden ausschneiden. Den übrigen Teig so naschen oder zum Beispiel für Cake-Pops verwenden. Den ersten Boden mit etwas Creme auf einer Tortenpappe oder einem Kuchenteller fixieren. 2 EL Buttercreme auf dem Boden verteilen und den zweiten Boden auflegen. Wiederrum 2 EL Buttercreme auf dem Boden glatt streichen und den dritten Boden auflegen. Die Torte im ersten Schritt oben und an den Seiten dünn mit Creme einstreichen und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend die Torte mit der restlichen Creme möglichst glatt einstreichen und mit den gezuckerten Cranberries verzieren.

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Mit den geeisten Früchten zaubert sie eine winterliche Stimmung auf jede Kaffeetafel. Lasst euch verführen und habt eine gute (Kuchen-)Zeit. 

Eure Tine

Zwetschgendatschi {Hefeteig / Zwetschgen / Streusel}

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Zwetschgen gehören zum Herbst einfach dazu und da darf der Zwetschgendatschi natürlich nicht fehlen. In diesem Fall mit Streuseln, denn die verleihen ihm ein wunderbar nussiges Aroma und runden mit ihrer Süße die leichte Säure der Früchte perfekt ab. Ich habe mich für Haselnussstreusel entschieden, aber auch Mandeln würden wunderbar harmonieren. 

Schon vor längerer Zeit habe ich begonnen ein paar Basisrezepte übersichtlich zusammen zu stellen. Heute kommt der süße Hefeteig hinzu. Das Rezept findet ihr in der Kuchenwelt, in der Kategorie "Basics". Solltet ihr übrigens keine Zwetschgen zur Hand haben, dann eignen sich Äpfel auch ganz wunderbar für dieses Rezept. Also, ran an die Küchenmaschine und lasst es euch schmecken. 

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Zutaten für den Hefeteig

Zutaten für die Streusel

  • 150g Mehl
  • 80g Muscovado-Zucker
  • 120g geröstete und gemahlene Haselnüsse
  • 1 Prise Salz
  • 120g Butter

Zutaten für den Belag

  • 2 kg Zwetschgen oder Pflaumen
  • Puderzucker zum Bestäuben des Kuchens

Zubereitung

Den Hefeteig nach dem Basisrezept zubereiten und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausrollen. Das Blech zugedeckt an einem warmen Ort stehen lassen. Den Backofen auf 175°C Ober-Unter-Hitze vorheizen. Für den Belag die Zwetschgen oder Pflaumen waschen, entsteinen und halbieren.

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Für die Streusel die Nüsse zusammen mit dem Muscovado-Zucker (das ist ein dunkler Roh-Rohrzucker mit starker Karamell-Note), dem Mehl, dem Salz und der Butter rasch mit den Fingern zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Das vorbereitete Obst auf dem Hefeteig verteilen, dabei die Pflaumen möglichst eng auf den Teig setzten. Die Streusel gleichmäßig über dem Obst verteilen und alles im vorgeheizten Ofen für ca. 35 Minuten backen. 

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Das ist einer der wenigen Kuchen, den wir mit Sahne genießen. Alternativ ist eine selbst gemachte Vanillesauce auch sehr fein. Beides lässt sich, wenn keine Kinder mitessen mit einem Schuss Eierlikör verfeinern - yummy. 

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit. Eure Tine

Süßer Hefeteig {Basisrezept}

Zutaten für den Teig

  • 145ml Milch
  • 2 Tl Honig
  • 25g Hefe
  • 430g Weizenmehl Typ 550
  • ½ Tl Salz
  • 1 Ei
  • 3 El Rohrohrzucker (brauner Zucker funktionier auch sehr gut)
  • 100g Butter
  • 1 El Joghurt

Zubereitung

Bevor es losgeht sollten alle Zutaten Raumtemperatur haben.

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Die Milch in der Mikrowelle oder auf dem Herd erwärmen und den Honig sowie die zerbröselte Hefe hinzugeben. Die Mischung glattrühren und abgedeckt einige Minuten ruhen lassen. 

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Mehl, Salz und Zucker in der Schüssel einer Küchenmaschine oder einer Rührschüssel mischen. Weiche Butter, Ei und den Joghurt hinzugeben. Die Hefemilch ebenfalls in die Rührschüssel geben und den Teig einige Minuten mit dem Knetharken kneten. Der Teig sollte glatt und elastisch sein. Die Schüssel aus der Küchenmaschine nehmen, mit einem Handtuch abdecken und an einem warmen Ort mind. 40 Minuten gehen lassen. Sollte der Teig sein Volumen noch nicht verdoppelt haben, lasse ich ihn weitere 15 Minuten stehen. Damit der Teig warm und geschützt ist, stelle ich die Schüssel meist in meinen 50 Grad warmen Backofen.

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Den fertig gegangen Teig wie im Rezept beschrieben weiterverarbeiten.

Kirsch-Granola {Kirschen / Flocken / Nüsse / Sirup}

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Seit wir unser erstes Granola selbst gemacht haben, sind wir alle süchtig danach. Kaum noch ein gekauftes Müsli kommt bei uns auf den Tisch. Warum? Granola schmeckt uns einfach besser als "normales" Müsli, es selber zu machen ist nicht viel Arbeit, die Möglichkeiten sind grenzenlos und es ist großartig somit die Zuckermenge zu regulieren und die Zutaten selbst bestimmen zu können. Für mich als Allergikerin hat selbst gemachtes Granola zudem den großen Vorteil, dass wirklich nur das rein kommt, was ich vertragen und natürlich was uns allen schmeckt.

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Die Variante, die ich euch heute vorstelle hat eine Zutat, die nicht ganz einfach zu bekommen ist: getrocknete Kirschen. Wann immer mir ein paar Packungen über den Weg laufen kaufe ich so viele wie möglich und horte sie im Vorratskeller. Zum Beispiel für dieses wunderbare Müsli. 

Zutaten

  • 300g Haferflocken oder gemischte Getreideflocken
  • 200g Cashewkerne
  • 200g Haselnüsse
  • 100g Mandeln gehobelt
  • 150g gemischte Kerne (z.B.: Pinien-, Sonnenblumen- und Kürbiskerne)
  • 300g getrocknete Kirschen (alternativ Cranberries oder eine Mischung aus Kirschen und Cranberries)
  • 90g Kakaonibs
  • 70g Amaranth gepoppt
  • 100g neutrales Öl (Kokos oder Rapsöl)
  • 100g Honig oder eine Mischung aus Argaven- und Reissirup

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Haselnüsse und Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und grob hacken. Haferflocken, Mandeln, Kerne und gehackte Nüsse mit den gehackten Kakaonibs und dem Amaranth mischen. Honig und Fett erwärmen, bis beides flüssig ist. Dann den Honig und das Fett gründlich unter die trocken Zutaten mischen, bis alles benetzt ist. Die Mischung auf ein oder zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche verteilen und im Backofen ca. 25 Minuten (bzw. bis alles goldbraun ist) backen. Zwischendurch regelmäßig wenden, damit alles gleichmäßig gebacken wird und rösten kann.

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Das Granola auf dem Blech auskühlen lassen und anschließend die gehackten Kirschen untermischen. Das fertige und vollständig ausgekühlte Granola in einem Vorratsglas oder einer Dose trocken lagern und alsbald verbrauchen.

Je nach Geschmack, mit Obst, Joghurt, Milch oder Saft ist das Granola ein gesundes und leckeres Frühstück für die ganze Familie. Lasst es euch schmecken und habt eine gute (Müsli-)Zeit!

Eure Tine

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P.S.: Extra für euch habe ich einen Kalorienrechner angeworfen: das Rezept ergibt ca. 1,5kg Müsli und eine Portion von 70g Granola hat ca.

  • 357 Kalorien
  • 23,4g Fett
  • 26,5g Kohlehydrate
  • 11,3g Zucker